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Presseberichte & Aktivitäten · Berichte 2018

Vatertag für Schlepperfans

Oldtimertreffen Brokstedt in Holstein

Ein Bericht von Andreas Rathjen
Am 8. Mai machten sich einige unerschrockene Bulldogfahrer mit vollem Dieseltank und weiteren Flüssigkeitsreserven auf die Reise zum grossen Lanz-Bulldog- und Oldtimertreffen nach Brokstedt zum Lanz-Bulldog-Club Holstein. Man traf sich bei bestem Wetter, um übers Teufelsmoor, Lamstedter Börde und weiter durch das Kehdinger Land zur Elbfähre Wischhafen – Glückstadt zu gelangen. Vorher wurde ein Zwischenstopp, ca. 10 km vor der Fähre, eingelegt.
Bei bester Laune und Durst traf man sich mit weiteren Oldtimerfreunden beim Gasthaus Heiko Sieb. Tags drauf wurde die Elbe überquert und Brokstedt anvisiert. Gegen Mittwochmittag trafen wir im Fahrerlager ein. Alles in allem eine sehr gemütliche Anfahrt bei Sonnenschein und blauen Himmel.
Das Treffen findet jährlich im Rennparcours des Speedwaystadions MSC Brokstedt am Himmelfahrtstag statt. Seit 1975 gibt es die Veranstaltung, welche im kleinen Rahmen in Meetzen begann. Die Holsteiner um Michael Bollweg haben, wie jedes Jahr, wieder eine Interessante Sonderschau geplant. Thema diesmal: Erzeugnisse der Firma Fahr aus Gottmadingen. Gottmadingen liegt im heutigen Kreis Konstanz, Baden-Württemberg, nahe der Grenze zur Schweiz.
Johann Georg Fahr begann ab 1870 landwirtschaftliche Maschinen zu entwickeln und auch zu bauen. Fahr produzierte knapp 80 Jahre später Schlepper von 12 bis 60 PS, dazu Erntemaschinen und auch Mähdrescher. Übrigens baute die Firma Fahr den ersten deutschen Selbstfahrmähdrescher. Im Bereich Erntemaschinen war Fahr der führende Hersteller von Grünfuttermaschinen, insbesondere Kreiselheuer. Vor dem Kreiselheuer wurden pferdegezogene Gabelwender wie auch Balkenmähwerke in Massen verkauft. 1938 begann bei Fahr die Ära des Schlepperbaus. Ein 22 PS starker, wassergekühlter 2-Zylinder-Deutz-Motor mit selbstentwickeltem Getriebe stellte die Basis des Schleppers dar. Nach dem Krieg verbaute Fahr weiterhin Deutz-Motoren sowie Güldner- und MWM als auch Mercedes-Motoren in ihre Schlepper. Man konnte einige Schlepper wahlweise Wasser- oder Luftgekühlt bekommen. Die Getriebe wurden von der Zahnradfabrik Friedrichshafen (ZF) bezogen.
Mit Beginn der 50er Jahre bekamen die Motorhauben den charakteristischen Kühlergrill mit den sechs rechteckigen Feldern, eingepasst in der rundlichen Haube und den geradeverlaufenden Kotflügeln, welche nach der Hinterradmitte halbrund nach unten verliefen. Diese Silhouette sollte bis zur Einstellung des Schlepperbaus so bleiben.

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Fahr-Schlepper waren in der Regel rot lackiert, es gab aber auf Wunsch auch eine grüne Lackierung. Schlepper mit dieser Farbgebung haben heute Seltenheitswert. Auf Wunsch bekam man eine Dreipunkt-Hydraulik sowie ein angebautes Balkenmähwerk, welches häufig bestellt wurde. Schlepper mit Balkenmähwerk sind im Allgemeinen heute weniger zu finden, da viele damalige Schlepperbesitzer nach Einführung des Kreiselmähwerkes den Balkenmäher demontierten und verschrotteten – war es doch klapprig und lästig. 1958 nahm Fahr die Produktion mit der Firma Güldner aus Aschaffenburg auf, beide bauten die sogenannte Europa-Reihe. 1962 endete die Produktion von Schleppern bei Fahr und schließlich wurde Fahr als Firma 1977 aufgelöst, da Deutz die Fahr komplett übernommen hatte.
In Brokstedt gab es einiges von Fahr zu sehen. Etwa das äußerst seltene Farmobil, welches mit einem BMW-Boxermotor ausgestattet wurde. Auch gab es zwei originale Mähdrescher und den ersten gebauten Fahr F22 zu bewundern.
Weiterhin ist Brokstedt ein Garant für Abwechslung auf dem Ausstellungsgelände. Autos wie LKW als auch Landmaschinen geben sich ein Stelldichein. Natürlich ist der Bulldog mit Masse vertreten. Zahlreiche 10-Liter-Glühköpfe wie auch Halb- und Volldiesel sowie die kleinen Glühköpfe sind dort zu bewundern. Uns ist aufgefallen, dass der Trend zum großen Halbdiesel immens zunimmt. Viele der stärksten gebauten Bulldogs waren sowohl im Parcours wie auch Draußen in den Fahrerlagern zu sehen.
Ein Highlight ist in Brokstedt zweifelsohne der Teilemarkt. Hier findet man so ziemlich alles, was das Schrauberherz, aber auch dem Antikfreund anspricht. Neben Maschinenteilen stehen Grammophone, Kommoden, Spielzeug als auch Autoteile im Mittelpunkt des Marktes. Auch die Zweiradfahrer kommen nicht zu kurz. Teile und ganze Fahrzeuge werden sehr zahlreich angeboten. Amüsant ist das Handeln von Käufern und Verkäufern. Was die sich teilweise „am Kopf schmeißen“ während der Verhandlungen …ist so manches Mal filmreif.
Am Mittwoch ist der Hauptanreisetag in Brokstedt. Abends im Festzelt wird die Veranstaltung eröffnet und anstehenden Ehrungen vorgenommen. Danach ist open end mit DJ-Musik und viel guter Laune. Denn: Ein Bulldogfahrer ist immer gut gelaunt, von manchen belächelt, von vielen bestaunt (Leipzig lässt grüßen).
Donnerstags beginnt die Schau im Parcours mit der Sonderschau, Dreschszene mit einer großen Stahl-Lanz-Dreschmaschine und hintergeschalteter Class-Niederdruck-Strohpresse, Buschhacker, Modell-Dampfschlepper, welcher eine Dreschmaschine antreibt und vieles mehr. Es werden im Parcours auch Fahrzeuge vorgestellt. Deren Geschichte, Bauarten, Bauzeiten und vieles mehr kann man dort im typischen Holsteiner Slang akustisch verfolgen.
Nachmittags zog leider ein Gewitter auf, die Temperatur viel schlagartig um zehn Grad. Danach löste sich die Veranstaltung allmählich auf. Am Freitag- Vormittag traten wir, übrigens bei bestem Wetter, die Rückreise an. Es hat allen sehr viel Spaß bereitet, wir kommen nächstes Jahr gerne wieder.

Bildergalerie folgt in Kürze!

Schlepper auf Abwegen: Farm-Pulling in Volkmarst

(ar). Nachdem wir in Brokstedt unser schönes Treffen bei den Holsteinern hatten, kam uns die Idee, auf der Rückfahrt doch gleich in Volkmarst zu bleiben. Gesagt, getan, wir bogen von unserer Heimroute ab. Volkmarst ist ein Ortsteil der Gemeinde Basdahl, Landkreis Rotenburg, Niedersachsen.

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Das jährlich veranstaltete Farm-Pulling, wie es mittlerweise heißt, zieht seit kurzem auch international agierende Traktor-Pulling-Fans nach Volkmarst. Aus einem sehr beschaulichen Oldtimer- Schleppertreffen hat sich ein Riesen-Event für Jung und Alt entwickelt. Möglich wurde dies durch das Beginnen von Schlepperwettziehen mit einem angehängtem Hindernis, in diesem Fall ein sogenannter Bremswagen. Man kam auf die Idee, Glühkopf-Bulldogs im Dunkeln über eine 100 Meter lange Sandpiste den Bremswagen ziehen zu lassen. Nach kurzem fangen die Bulldogs an, bei der Belastung Feuer aus dem Trichterauspuff zu spucken. Dazu kommt mächtiger Funkenflug, wenn der Auspuff länger nicht gereinigt wurde. Der Showeffekt kam so gut an, dass immer mehr Besucher und später auch Traktor-Pulling-Fans dazukamen. Und so kam der Ball mehr und mehr ins Rollen.
Das Traktor-Pulling wird, wie schon erwähnt, auf einer speziell präparierten, 100 Meter langen Sandpiste durchgeführt. Es gibt eine Start- und Ziellinie, und alle zehn Meter wird ein Schild mit der jeweiligen Meterangabe nach Start aufgestellt. Der Schlepper, welcher hier Puller (engl. pull = ziehen) genannt wird, zieht einen Bremswagen über die Piste. Dieser ist mit einem beweglichen Gewicht ausgestattet, welches, je weiter man auf der Piste vorwärts kommt, immer weiter nach vorn des Bremswagens läuft, und somit den untergebauten Bremsschlitten immer tiefer in den Boden drückt. Somit wird das Ziehen zum Ende hin immer schwerer für den Puller. Es gibt mehrere Gewichtsklassen beim Farm-Pulling, das heißt, das Gewicht wird durch Zupacken von Eisengewichten erhöht. Die Puller gibt es dementsprechend in verschiedenen Gewichts- und PS-Klassen. Die Puller an sich haben mit einem serienmäßigen Schlepper aus der Landwirtschaft wenig bis gar nichts mehr gemeinsam. Sie haben sehr stark aufgeladene Motoren mit Ladedrücken von 6 bar und mehr. Die Getriebe und Kupplungen sind dementsprechend angepasst, ebenso die Hinterräder. Der entstehende Geräuschpegel ist phänomenal, Gänsehaut inbegriffen.
Und so reisten wir freitagsmittags in Volkmarst an, richteten unser Fahrerlager ein und schauten über den Platz. Diverse LKW mit den jeweiligen Puller-Rennteams waren schon da und rollten ihre Puller aus den Aufliegern. Die Auflieger sind rollende Werkstätten mit Garage und Wohnabteil, sehr interessant. Pulling-Teilnehmer aus Deutschland, Belgien, Dänemark, England und Holland brachten die starken und schönen Fahrzeuge mit. Jeder Puller ist ein Unikat, genauso wie die Teams um ihnen. „Icebear“ aus England, „Sledge- Hammer“ aus Holland sowie „Feldjäger“, „Code-Red“, „Destruction- Deere“ wurden sie zum Beispiel genannt. Am Samstag kamen weitere Pulling-Teams auf dem Platz, der Hingucker war ein Rennteam mit vermeintlichem Reisebus. Der Bus war die rollende Garage für den Puller, welcher im Heck des Busses untergebracht war. Auch hier Werkstatt und Wohnung inklusive.
Vormittags fanden Probeläufe statt und dann ging es los. Jeder Puller muss auf die Waage, diverse Bremswagen waren vor Ort, für unterschiedliche Leistungsklassen die passenden Bremswagen. Nach Freigabe fährt der Puller auf die Piste und wird rückwärts an den Bremswagen rangiert. Hier kuppelt man den Bremswagen an und wartet auf das Startsignal. Jetzt wird der Motor auf Touren gebracht, ein ohrenbetäubenes Pfeifen der Turbos in Kombination des Motorlaufs ist zu hören. Wenn Drehzahl und Ladedruck passen, wird gezogen – spektakulär. Wenn der Puller es schafft, durch die Ziellinie zu kommen, hat er ein „Full Pull“ erreicht. Der Bremswagen ist mit einem Laser-Wegmess-System ausgestattet, wodurch sehr präzise der geschaffte Weg ausgewertet werden kann.
Der Tag verlief bis zu Dunkelwerden mit vielen Pulls. Als es richtig dunkel war, wurde das „Night-Pulling“ durchgeführt. Noch spektakulärer wie das Pullen am Tag, untermalt mit Discomusik und Lichtshow sowie zwei gut gelaunten Moderatoren, welche fortlaufend das Publikum animierten. Die Besucherzahl wuchs schlagartig mit jeder Stunde. Zum Schluss der Nacht kam „Sledge- Hammer“ aus Holland: Ein überdimensional aufgebauter Pick-up, in Form eines Ford A, grün-metallic lackiert, dreimal so lang, Riesenhinterräder, grüne LED-Unterbodenbeleuchtung, grün leuchtende Scheinwerfer und ein Motorsound, der seines gleichen sucht. Die Piste wurde für ihn grün beleuchtet, der Song „Sledgehammer“ von Peter Gabriel, neu aufgemixt, wurde durch die zahlreichen Lautsprecher gespielt. Tolle Show. Für ihn war es vermutlich ein leichtes, den Bremswagen über die Piste zu ziehen, der Eindruck war, der Bremswagen „flog“ hinterher. Natürlich schaffte er den Full Pull, das Publikum tobte.
Wir gingen ins Fahrerlager, waren von den Eindrücken so geschafft, dass wir uns in die Kojen legten. Am Sonntag wurden wir früh von startenden Pullern geweckt, an Schlaf war nicht mehr zu denken. Das Spektakel ging weiter. Nachmittags machten wir uns auf den Heimweg, immer noch total geflasht von den Eindrücken. Als ich nach Hause kam, rief das Sofa gaaanz laut, ich war kaputt.
Trotzdem Volkmarst mit Oldtimern nicht so viel zu tun hat, sie sind eher das Rahmenprogramm, ist die Veranstaltung doch spektakulär – eben anders als sonst. Der Spaßfaktor steht eindeutig ganz vorne. Wir haben beschlossen, 2019 wieder dabei zu sein.
Bildergalerie folgt in Kürze!

Termine 2018

  • 10.5.2018, Himmelfahrt, Treffen in Brokstedt
  • 12.5.2018, Trecker-Treck mit Oldtimerausstellung, Volkmarst
  • 1.7.2018, Oldtimer aller Sparten, Zeven
  • 14. – 15.7.2018, Wehden, Kreis CUX
  • 28. – 29.7.2018, HMT-Festival, Panningen/NL
  • 4. – 5.8.2018, Clueser Treffen bei Ralf Seekamp
  • 11. – 12.8.2018, TOCH, 30-Jähriges, Hamburg
  • 18. – 19.8.2018, Treffen Bahrenfleth
  • 8. – 9.9.2018, Freilichtmuseum am Kiekeberg

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Auch im Jahr 2018 haben wir unseren Club auf der Bremen Classic Motorshow präsentiert. Unser Stand hatte diesesmal das Thema „Tankstelle & Werkstatt“, mit historischen Tanksäulen der Firma Hoyer aus Visselhövede. Die Instandsetzung eines Lanz-Bulldogs wurde in der Praxis vorgeführt. (Fotos: Atelier Hübinger)

Bremen Classic Motorshow 2018

Club zeigt Messebesuchern Restaurierungs­arbeiten

Ein Bericht von Andreas Rathjen
Die erste Planung in diesem Jahr, welche für den LBCO anstand, war die Teilnahme an der Bremen Classic Motorshow in den Messehallen im Herzen Bremens. Die Ausstellung ist jedes Jahr immer am ersten Februarwochenende. Wir hatten für dieses Jahr die Idee, eine klassische Tankstelle mit nebenliegender Werkstatt aufzubauen. In der Werkstatt sollte unter Realbedingungen eine Kurbelwelle in einem Lanz Volldiesel D 2016 eingebaut werden. Soweit der Plan.
(ar). Die erste Planung in diesem Jahr, welche für den LBCO anstand, war die Teilnahme an der Bremen Classic Motorshow in den Messehallen im Herzen Bremens. Die Ausstellung ist jedes Jahr immer am ersten Februarwochenende. Wir hatten für dieses Jahr die Idee, eine klassische Tankstelle mit nebenliegender Werkstatt aufzubauen. In der Werkstatt sollte unter Realbedingungen eine Kurbelwelle in einem Lanz Volldiesel D 2016 eingebaut werden. Soweit der Plan.
Angefangen mit den ersten Arbeiten sind wir bei einem Clubkollegen in Kalenderwoche 3, also zwei Wochen vor der Messe. Unsere ehemalige Kaffee-Verkaufsbude unseres Treffens, welches alle zwei Jahre in den „ungeraden“ Jahren über Pfingsten auf dem Backsberg stattfindet, sollte das Tankstellenhäuschen werden. Wir bauten sie zusammen und überlegten dann, wie weitere Anbauten realisiert werden sollten. Frühere Tankstellen aus den 50ern hatten meist ein ausladenes Dach als Vorbau, welches zur Stirnseite rund zulief. Auf dem Dach thronte meist ein rotes „T“, was wir nachbauten und draufsetzten. Nach anderthalb Wochen waren wir mit Zuschneiden und Probeaufbau fertig, verluden alles auf fünf große Autoanhänger und überlegten, welche Oldtimer- Fahrzeuge wir mit ausstellen würden. Es sollte zwei Zweiräder und zwei Schlepper sein. Und so wurde eine Moto Guzzi, Typ „Superalce“ (ital., großer Elch) mit 500 qcm, Baujahr 1952, eine Simson SR2, ein Deutz F1L 514, Bj. 1954 im Originalzustand und ein Lanz Volldiesel, Typ D 2016, Bj. 1955, zu unseren Ausstellungsstücken ausgesucht.
Zugleich starteten wir eine Anfrage bei der Firma Hoyer in Visselhövede, ob sie für uns leihweise historische Tanksäulen aus den 50ern zu Verfügung stellen würden, was sie auch gern zusagten und darüber hinaus uns zum Messestand lieferten. Den Aufbau in den Messehallen starteten wir am Mittwoch vor der Messe, wir waren in Halle 2 untergebracht. Nach Abladen der einzelnen Teile begann der Aufbau, zuerst mit der Tankstelle, dann mit der Werkstatt. Anschließend erfolgte der Farbanstrich, das Tapezieren mit Ziegelmaueroptik und das Ausstatten von Kleinteilen wie Blechschilder und Lampen sowie das Aufstellen der Tanksäulen. Die Anlieferung der beiden Schlepper erfolgte mittels Tieflader und vorgespanntem MB Trac. Bei der Kälte ist es ein Segen, mit Vollkabine und Heizung durch den Winter nach Bremen zu fahren. Das Abladen der beiden Schlepper erfolgte draußen an der hinter den Messehallen liegenden Straße. Da der 15er Deutz fahrbereit ist, wurde mit ihm und Schleppstange der Lanz in die Halle gefahren. Mit unseren Autoanhängergespannen durften wir direkt bis zum Messeplatz einfahren, was den Auf- und später auch den Abbau erheblich erleichterte. Am Donnerstagabend war alles fertig, Freitag um 9 Uhr begann die Messe.
Es waren sehr viele interessierte Besucher auf unserem Messestand. Wir bauten unsere Kurbelwelle in den Lanz ein und hatten unseren Spaß mit dem Stand und auch mit den neugierigen Besuchern. Wir stellten die Papierdichtungen selber her, es wurden neue Wellendichtringe eingebaut und mit Messuhr wurde die Kurbelwelle nach Lanz-Vorgaben eingebaut. Nachdem sie montiert war, kam der Kolben wieder an seinem Platz und wurde mittels Pleuel an der Kurbelwelle angeschlossen. Die Lagerspiele des Kolbenbolzens und der Pleuellager-Halbschalen waren im Toleranzbereich. Der Besitzer, auch ein Clubmitglied, war sehr zufrieden. Er und sein Bruder packten kräftig mit an.
Der Themenschwerpunkt der diesjährigen Messe waren Sportwagen aus Italien. Es ist immer wieder ein Höhepunkt für uns, die Saison mit der Messe zu starten, die Vorfreude ist entsprechend groß. Sehr einfallsreich war der Messestand der Fiat-500-Leute. Sie bauten im Maßstab 1:1 einen Revell-Modellbaukasten nach, wo eine top lackierte Karosserie ohne Anbauteile neben den übergroßen „Karton“ gestellt wurde. Alle Zubehörteile waren an überdimensionalen Rahmen befestigt, wo sonst im Modellbau die Teile herausgebrochen und verklebt werden. Eine übergroße Kleberflasche war ebenso wie Pinsel und Farbtöpfe auf dem Messestand zu sehen. Allein die „Pinsel“ hatten eine Höhe von zwei Metern. Sehr originell, wir waren begeistert.
Auch Nutzfahrzeuge, wie ein Unimog- Stand mit drei Unimogs älterer Bauart sowie ein Porsche Super an einem anderen Stand war vertreten, aber leider keine LKW mehr, was wir sehr schade fanden. Waren doch in den ersten Jahren der Veranstaltung immer wieder schöne, große LKW aller Bereiche, wie Fernverkehr-, Kipper- oder Feuerwehr-LKWs zugegen.
Zweiradtechnisch ist alles was Rang und Namen hat, in Bremen vertreten. Seltene Motorräder wie Brough Superior oder eine Rene´Gillet waren, wie auch MV-Agustas und eine Münch TTSE, ausgestellt. Der Motor des Autos NSU Prinz wurde, passend umgebaut, in die von Friedel Münch konstruierten Motorräder verbaut. Sie zählten zu den teuersten je gebauten Motorrädern ihrer Zeit. In der Zweirad-Sonderschau wurden dieses Jahr englische Motorräder ausgestellt. Es lohnt sich immer, nach Bremen zu fahren, wenn man Lust auf Oldtimer aller Sparten hat und ein abwechslungsreiches Programm erleben möchte.
Am Sonntagabend um 18 Uhr endete die Bremen Classic Motorshow und wir begannen unverzüglich mit dem Abbau. Es war sehr schade, unseren liebevoll aufgebauten Stand wieder zu zerlegen, einigen von uns tat es leid… Um 20 Uhr war alles erledigt, mit 19 Leuten ging alles sehr schnell. Mit den beladenen Autoanhängern fuhren wir heim. Zuvor verluden wir die Schlepper auf den MB-Trac-bespannten Tieflader. Die Messe hat uns allen viel Spaß gemacht, die Stimmung war gut und das Interesse von Nicht- Schlepperfreunden ist doch sehr groß. Ca. 41.000 Besucher sollen es dieses Jahr gewesen sein.
Der Club möchte sich an der Stelle bei allen helfenden Händen bedanken, wie auch bei der Firma Hoyer für die Zapfsäulen, als auch bei der Messeleitung Bremen, welche unserer Meinung nach einen tollen Job gemacht hat. Es ist nicht selbstverständlich, überhaupt genug Helfer zu finden.
Auf unserer Internet-Seite gibt es eine interessante Bildergalerie der Messe, einfach mal reinschauen, es lohnt sich.
Hier geht's zur Bildergalerie:
2018 Bremen Classic Motorshow“

Serie „Keine Zukunft ohne Nachwuchs“

Interview von Gerhard Slotta, RO, mit Kai-Uwe Böschen, LBCO, über das Engagement des Lanz-Bulldog-Clubs. © Radio Oldtimer

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Bremen Classic Motor­show 2018

Interview von Gerhard Slotta, RO, mit Kai-Uwe Böschen, LBCO, zur Bremen Classic Motorshow 2018. © Radio Oldtimer

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2018 · Alle Rechte vorbehalten. © Lanz-Bulldog-Club Oyten-Backsberg · © Gestaltung: Atelier Hübinger

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